Freitag, den 11. Mai 2012 um 16:00 Uhr
Le roi est mort, vive le roi! Dieses Motiv von imago zum Thema "Machtwechsel" ist unser neues Bild der Woche.
Bildbeschreibung: Sieg und Niederlage - Schwarze Königsfigur steht liegender weißen Königsfigur gegenüber
Copyright: imagebroker / imago
Donnerstag, den 10. Mai 2012 um 15:09 Uhr
BVPA unterstützt "Wir sind die Urheber"
Der Bundesverband der Pressebild-Agenturen und Bildarchive befürwortet den aktuellen Aufruf von Künstlern, Kreativen und Autoren "Wir sind die Urheber. Gegen den Diebstahl geistigen Eigentums", der am Donnerstag in der "Die Zeit" und im Netz veröffentlicht wurde. Die Unterzeichner sprechen sich darin gegen die entwertenden Vorschläge von Netzpolitikern der verschiedenen Parteien aus, die eine nutzerorientierte Form des Urhebergesetzes anstreben. Die Initiatoren stellen zurecht die historische Bedeutung des Urheberrechts als eine „Errungenschaft bürgerlicher Freiheit gegen feudale Abhängigkeit“ (Quelle: http://www.wir-sind-die-urheber.de/idex.html) heraus und machen zugleich deutlich, dass nur der Schutz des geistigen Eigentums – besonders gegenüber den Web-Tycoonen - die materielle Existenzsicherheit schaffen kann.
Wir unterstützen die kritische Auseinandersetzung mit den derzeitigen netzpolitischen Forderungen, die aus unserer Sicht im Wesentlichen die Eckpunkte des geistigen Eigentums im WWW in Frage stellen und damit notgedrungen den großen Internetkonzernen in die Karten spielen. Egal ob Musiker, Künstler, Autor, Schauspieler, Fotograf, Grafiker, Designer, sie alle müssen für ihren Zeit- und Kostenaufwand auch im digitalen Zeitalter angemessen honoriert werden.
Weiterführende Links:
Mehr zur Initiative "Wir sind die Urheber"
Aktuelle Stellungnahme des BVPA zu netzpolitischen Forderungen
Initiative "Mein Kopf gehört mir" (Handelsblatt)
Donnerstag, den 10. Mai 2012 um 09:51 Uhr
Digital schlägt Print - New York Times mit historischem Reichweitenergebnis bei den Onlineausgaben
Die „Old Grey Lady“ der amerikanischen Tageszeitungen, die New York Times, hat im Zeitraum Oktober 2011 bis März 2012 ein richtungsweisendes Reichweitenergebnis hingelegt. Erstmals übertrifft der Verkauf der Online-Publikation die gedruckte Tagesausgabe der NYT. Dies stellt die unabhängige Forschungsstelle Audit Bureau of Circulations (ABC), welche die Leserstrukturen von Zeitungen in Nordamerika untersucht, in ihrer aktuellen Studie fest. Demnach verkaufte die Zeitung im Durchschnitt rund 30.000 mehr Digitalabonnements als verkaufte Printfassungen. Zugleich bestätigen die Zahlen auch den Erfolg der strategischen Neuausrichtung beim New Yorker Traditionsblatt.
Die NYT Company hatte vor gut einem Jahr einen grundsätzlichen Richtungswechsel hinsichtlich ihres digitalen Angebots vorgenommen und wechselte vom kostenlosen Onlineangebot zur sogenannten Paywall – ein Modell, welches bislang neiderfüllt von deutschen Verlagen beobachtet wird. Dieser Regulierungsmechanismus - erstmals vom Wall Street Journal genutzt – lässt den auf der Seite zu findenden Content nach 10 pro Monat gelesenen Artikeln hinter einer Schranke verschwinden. Die Zielgruppe der NYT, Leser mit gehobenem Bildungsstandard, ist aber bereit, den Premium-Content zu bezahlen.
Diese Entwicklung auf dem amerikanischen News-Markt gibt Anlass zur Hoffnung, dass dem Content-Selbstbedienungs-System im redaktionllen Online-Bereich in Deutschland zukünftig auch mehr hochwertige Bezahl-Inhalte entgegengestellt werden können. Es ist zu hoffen, dass sich dies dann auch auf die Vergütungen für Bildnutzungen auswirkt.
Weiterführende Links zum Thema:
New York Times - Druckend überlegen (manager magazin online)
New York Times: das falsche Pay-Vorbild (MEEDIA)
Paid Content - Zur Kasse, bitte! (Tagesspiegel)
Mittwoch, den 25. April 2012 um 11:48 Uhr
Bildanbieter erteilen Gratiskultur im Internet eine Absage - Positionen des BVPA zu netzpolitischen Forderungen
In den letzten Wochen und Monaten ist eine Diskussion über das Urheberrecht entbrannt, die die Bildanbieter nicht unkommentiert lassen können. Der Bundesverband der Pressebild-Agenturen und Bildarchive (BVPA) betrachtet einzelne Forderungen aus dem Blickwinkel des Bildermarktes. Bei der Diskussion besteht allgemein der Verdacht, dass sich einige junge Netzpolitiker aller Parteien auf Kosten der Kreativen und Kulturschaffenden bei einem neuen Wählerkreis profilieren wollen. Bevor die Interessen der Urheber auf dem netzpolitischen Altar geopfert werden, sind einige der netzpolitischen Forderungen kritisch zu hinterfragen.
Die BVPA-Stellungnahme in 5 Punkten:
- Das Urheberrecht ist nach Art. 14 und Art. 1, 2 GG als Grundrecht und nach Art. 27 AEMR sogar als Menschenrecht anerkannt. Es ist wesentlicher Bestandteil einer funktionierenden Wissensgesellschaft.
- Bildanbieter – sowohl Fotografen als auch Bildagenturen - müssen für ihren Zeit- und Kostenaufwand (Investitionen etwa für Fotoausrüstung, Computer, Bildbearbeitung, Verschlagwortung, Rechteklärung, Vermarktung und sonstige Dienstleistungen) besonders im digitalen Zeitalter angemessen honoriert werden.
- Die geforderte Verkürzung der Schutzfristen von 70 Jahren nach dem Tod des Urhebers sehen wir als Enteignung der Rechteinhaber an. Weil in vielen Fällen die Angehörigen die materiellen Engpässe des Urhebers kompensieren mussten, ist es naheliegend, dass sie an späteren Einnahmen beteiligt werden.
- Wir erteilen der Legalisierung von Tauschbörsen eine klare Absage. Solange das Löschen verbleibender Dateien nicht gewährleistet werden kann, sogar die technische Kontrolle und die rechtliche Verfolgbarkeit unterbunden werden soll, halten wir es für unverantwortlich, die Rechteinhaber einseitig dem Risiko der beliebigen Kopierbarkeit auszusetzen.
- Die Befürworter der Kulturflatrate sind seit Jahren nicht in der Lage gewesen, ein tragfähiges Konzept zu skizzieren, geschweige zu entwickeln. Eine gerechte Verteilung der Einnahmen durch dieses Konzept unterhalb der Rechteeinhaber ist völlig offen. Außerdem birgt ein solches Vergütungssystem vor allem die Gefahr in sich, dass mit einer Gleichsetzung der auszuzahlenden Erträge die individuellen Leistungen der Kreativen ignoriert werden.
Montag, den 23. April 2012 um 09:19 Uhr
Auch auf der MFM-Jahreshauptversammlung ist Social Media ein Thema
Im Rahmen der BVPA-Vollversammlung traf auch die Mittelstandsgemeinschaft Foto-Marketing am Samstag, dem 21. April 2012, in Hamburg zu ihrer Jahresversammlung zusammen. So wurden die Mitglieder nicht nur über die Tätigkeiten der Arbeitskreises im vergangenen Jahr informiert, sondern auch über neue Projekte zur Vereinfachung der redaktionellen Abläufe bei der "Bildhonorare"-Broschüre in Kenntnis gesetzt, die im Laufe 2012 umgesetzt werden sollen. Inhaltlich will sich die MFM in den kommenden Monaten mit der Abbildung der am Markt immer stärker auftretenden gewerblichen Bildnutzungen im Social Media-Bereich auseinandersetzen.
Freitag, den 20. April 2012 um 18:16 Uhr
BVPA-Jahresversammlung - Ein Mehrwert für die Mitglieder
30 Mitgliedsunternehmen trafen sich am 20. April im Hamburger NH Hotel Altona. Nach der Behandlung der Statuten des BVPA widmete man sich am Nachmittag ganz dem Thema Social Media. Hierbei stellten sich Experten nach Kurzvorträgen den Fragen der Teilnehmer zu urheberrechts- und vermarktungsrelevanten Themen im Hinblick auf die Bildverwendung in sozialen Netzwerken wie Facebook, Twitter und Pinterest.
Fazit der Teilnehmer: Die Mischung aus Versammlung, Erfahrungsaustausch und Fortbildung machte diese Veranstaltung zu einem nachhaltigen Event. Die Zusammenstellung der Kurzvorträge steht den Mitgliedern in Kürze im geschlossenen Bereich zur Verfügung.
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